Samstag, 20. November 2010

Vom Spiele mit dem Feuer - San Juan del Sur (Nicaragua) / Bihia Salina, Playa de Coco, Monteverde (Costa Rica)







Wir sind am Strand, das Rauschen des Feuers hallt in meinen Ohren, ich spuere die Hitze auf meiner Haut. 3 Jahre ist es her, seit ich mich in Neuseeland das letzte mal ans Feurer herangewagt habe. San Juan ist zwar wie Tamarindo als Surfbum Town bekannt, die Stimmung hier ist jedoch ganz anders. Vielmehr sind hier Einheimische mit Travelers gemischt, alles scheint echter, relaxter und alternativer. Zum Abendesssen trifft man sich auf dem Markt. Dort gibt es fuer etwa CHF 2.5o ein Teller mit Reis, Bohnen, fritierten Platanos, Salat und Poulet Jalapeño. Hier lerne ich Leute die seit 8 Jahren mit Feuer spielen kennen. Die meisten sind aus El Salvador und leben von der Hand zum Munde. Durch den Tag verkaufen sie kunstvoll geknuepfter Schmuck oder verzieren den Touristen die Haare mit allerhand farbige Faeden, Muscheln und Perlen. Abends ist man dann DJ oder Feuertaenzer. Es ist Lowseason und es kommt vor, dass die Strassenverkaufer an einem Tag kein Umsatz machen, folglich wird dann einfach gefastet. So funktioniert das halt... aber hey, fuer diese Leute ist das absolut kein Grund Truebsal zu blasen, das typisch westlich Beduerfniss nach Sicherheit und Luxus kennt hier nur die Oberschicht. Ich staune und realisiere einmal mehr, wie wenig es bedarf gluecklich zu sein. Obwohl mir das Doerfchen ans Herz gewachsen ist geht es bald weiter. Ich sage Tschuess zu Jesus auf dem Berge und den Delfinen und steige einmal mehr in einen ueberfuellten local Bus. Naechste Destination ist Bihia Salina in Costa Rica. Die Grenze ueberquert man zu Fuss, direkt neben riesigen Lastwagen. Niergends hat es Schilder die einem sagen wo es Durchgeht oder wie der Immigrationsprozess verlaeuft. Ich mache das jetzt zum zweiten mal und kann als als alteingesessener Grenzgaenger verwirrten Travelern den Weg weisen. Gerade gestern sind zwei wildfremde Person auf mich zugelaufen und haben sich dafuer bedankt, dass ich ihnen damals geholfen habe - Irgendwie schoen :-).
Bihia Salina ist das wenigst entwickelte Gebiet in Zentralamerika in dem ich mich bisher aufgehalten habe. Die gegend scheint gerade aus dem Winterschlaft zu erwachen. Im Hostel sind wir die ersten Gaeste der Saison. Ich geniesse die Ruhe und das Gefuehl der Freiheit welche einem solch ein Ort verleihen kann. Eigentlich plante ich dann weiter nach Monteverde zu reisen, doch als ich um 1 Uhr in Liberia ankomme, gibts dann leider schon keine Verbidung mehr dorthin. Was nun? Ein Bus mit der Aufschrift Playa Coco weckt meine aufmerksamkeit: Auf gehts! Playa Coco ist das pure gegenteil von Bihia Salinas. Alles scheint hier fuer den Gringo gemacht zu sein. Gott sei dank ist immer noch Low Season und 10 minuten vom Hauptstrand entfernt finde ich, auf einer 40 km2 Insel, mein eigenes kleines Koenigreich.
Schliesslich gehts nach Monterverde mit der vielgepriesenen Canopy Tour. Das Adrenalin schiesst hoch! Nur an einer Rolle festgemacht durch Baumkronen und Taeler zu sausen ist schon eindruecklich. Am ende wartet ein kuehles Bier und Fajita. What a day!

Freitag, 5. November 2010

Die Kuechenband - Granada und Omnetepe (Nicaragua)




















Ratatungbumbaengschramschram.... rund um mich klapperts und ratters zu wilder Zigeunermusik. Wir sind in der Küche eines abgefreakten Hostels in Granada. Eine durchgeknallte Franzoesin hat das ganze angezettelt. Wie besessen entlockt sie ihrem Akkordion alle möglichen Töne. Ein weiterer Kern in der Band ist ein Amerikaner der seine Gitarre schrummt, rund herum sitzen wir, alle mit irgendwelchen Kuechengegenstaenden ausgerüstet. Ich selber spiele die Pfanne :-) Oh, oh.. Bettruhe, kein Problem! Weiter geht´s mit einem Kollektivkunstwerk. Ein 19 jähriger idealist legt die Grundlinie. Ohne einmal seine Hand zu heben entsteht ein in sich geschlossenes Labyrinth. Gemeinsam geben wir dem Kunststück Farbe. Fantastisch. Schade musste ein argentinischer Nazi in seiner dominanten Zerstörungswut die Rückseite mit einem Hakenkreuz verzieren.
Granada ist super! Alles ist 10 mal billiger als in Costa Rica. Ich fühle mich wohl und das wichtigste - sicher. Tagsüber als Suiza durch den Markt zu schlendern ist absolut kein Problem. Das Städtchen zeigt sich in schönem und farbigen Kolonialstil. Doch schon nach 3 Tagen geht es zurück in den Süden. Mit dem Schiff fahren wir einer aus dem Bilderbuch gestohlenen Insel entgegen. Mitten in einem schier endlosen See ragen die zwei Vulkane aus dem Wasser. Wir nächtigen in einem 5 Meter hohen Hängematteturm der g erade mal 1 min vom See liegt. Alles sehr romantisch und wunder schön. Hängemattenschlafen ist jedoch angewoehnungsbeduerftig. Nach 8 Stunden Marsch auf den inaktiven Vulkan Maderas ist dann aber auch das kein Problem mehr ...viviendo la libertad

Sonntag, 24. Oktober 2010

¡Pura Vida! - Tamarindo - Costa Rica






Papa Tico bei der Renovation des Schlafzimmers


Pures Leben! So funktioniert es hier. Kein Stress, keine Engstirnigkeit, keine starren Verantwortungen. Alles hat viel Spielraum, go with the flow… Es ist immer noch Regenzeit und Nebensaison. An der Küste ist dies jedoch viel angenehmer als in San Jose, denn wen stört's schon wenn's beim surfen regnet J Überhaupt ist hier die Stimmung ganz anders als in der Hauptstadt. Das Strassenbild von coolen Surfboys dominiert. Es ist der Touristische Hotspot der Gegend. Nur wenige Ticos können es sich leisten hier zu wohnen. Hunderte von Apartments stehen leer und warten auf den weissen Mann. Die meisten Leute aus der Gegend arbeiten Tagsüber in Tamarindo. Abends steigen wir dann alle in den Bus, der umgerechnet 40 Rp kostet, und tuckern nach Hause. Ich wohne bei einer Gastfamilie in Villareal, ein kleines Dorf unweit vom touristischen Herz. Das Leben der Einheimischen gestaltet sich einfach. Natürlich belegen die Studenten die besten Zimmer im Haus. Warmes Wasser gibt es nicht. Täglich esse ich Reis und Bohnen die meine Mama Tica mit Pefektion zubereitet. Während des Abendessen wird immer diskutiert und gelacht. Aus den anfänglichen Begrüssungsfloskeln sind immerhin schon ein paar gestotterte Sätze worden. Dabei öffnet jedes neue Wort eine kleine Tür zu der latinamerikanischen Kultur. Es ist gut kein Gringo zu sein. Oft gebe ich vor kein English zu verstehen… sympatiepunkte garantiert J Die Leute der Schule sind super, schade nur das 70% Schweizer sind… so ist es schwierig wirklich spanisch zu sprechen. Sprache Nummer 1 in Tamarinde ist sowieso wohl eher Englisch. Ich bin nun bereit einen Schritt weiter zu gehen. Nicaragua wartet auf mich. Das „richtige“ Latein Amerika wartet auf mich. Hasta luego!




Donnerstag, 23. September 2010

Costa Rica - San Jose - Luxus in einem Schwellenland











Wohin es gehen soll? 800m südöstlich von der Plaza Rolex. Schon kurven wir durch San José. Die Frontscheibe ist total beschlagen, es regnet in Strömen. Zum Abschied kriegt der Taxifahrer von mir dann gleich einen ganzen Monatslohn (umgerechnet CHF 80.-) anstelle der CHF 8.- auf die Hand gedrückt. Aller Anfang ist schwer und da ich daran glaube, dass alles im Leben aus einem bestimmten Grund passiert, betrachte ich diesen Vorfall als grosszügige Entwicklungshilfe und einen Lehrzettel für mich. Dem Tipp Papa´s folgend akzeptierte ich die grosszügige Einladung eines ehemaligen Schulfreunden und jetziger Director einer international Schweizer Stiftung für Entwicklungshilfe mit Sitz in Costa Rica. Wegen umfangreichen geschäftlichen sowie sozialen Verpflichtungen ist er durch die Woche jedoch meist ausser Haus. Seine Frau, Denise, kümmert sich deshalb liebevoll um mich. Kulturschock im Schwellenland? In den Umständen in denen ich hier leben darf, trifft mich eher der Erkenntnisschock wie ähnlich sich das Leben der Reichen rund um den Globus gestaltet. Im Unterschied zu der Schweiz geschieht hier jedoch alles bewacht und hinter Gittern, zu gross das Gefälle zwischen Arm und Reich, zu gross die Verlockung der Armen mittels Eigenjustiz finanzielle Fairness einzufordern. Jeden Morgen geht Denise in einen der vielen Clubs Tennis oder Golf spielen. Die riesigen Club Anlagen zeigen sich im grossszügig, prunkvollem Stil. Umgeben sind sie von paradiesischen Gärten. Es wimmelt von Personaltrainern, die versuchen unförmige Körper mittels Wassergymnastik in Form zu bringen. Auch ein ein paar aufstrebende Jungtalente mit privat Coach versuchen hier ihr Glück. Mich jedoch dürstet es nach der Authentizität des Alltags. Ein einfaches kaltes Bier in einer lokalen, relaxten Spunte... Ich will das Land spüren! Welche Probleme, Gedanken und Träume schweben in den Köpfen der breiten Bevölkerung? Schliesslich sind es Sie die dieses Land tragen. Also mache ich mich auf ins Zentrum und spaziere durch die Strassen. Tierschutz scheint hier fernab zu sein. In einer Tierhandlung finde ich, eingepfercht in winzigen, sterilen Käfigen, lauter zitternde, veraengstige Hunde. Noch viel mehr als in New York fühle ich mich hier wie ein Alien. Auch wenn alles westlich anmutet, funktioniert vieles ganz anders. Verstärkt wird dieses Empfinden von meinem fehlenden Kommunikationsmöglichkeiten. Mein spanisch Wortschatz führt nicht weit über „que tal?“ und „muy bien“. Und schon setzt der alltägliche Tropenregen ein. Es ist Regenzeit und das Wetter ist absehbar. Ich fühle mich gut, die vielen Eindrücke und Gedanken besetzen jedoch sprichwörtlich mein Denkapparat.. . Normalerweise geht Denise nicht alleine in die Stadt. Dort stinkt es, ist dreckig und gefährlich. Doch füer mich macht sie eine Ausnahme, wir besuchen den lokalen Markt, das Goldmuseum und erkunden die Stadt. Ab Freitags hat dann auch Ueli frei. Im Jazz Cafe gehen wir an ein grandioses Ska Punk Reaggae Konzert. Die Stimmung ist super... rund um mich schreit das Publikum der wohl bekannten Band deren Texte in die Luft. Es wird getanzt und gepogt. Schon ist Samstag. Wir gehen auf den Poaz, einen bekannten Vulkan bei San Jose. Dank des schlechten Wetters sieht man jedoch nicht einmal bis zum Krater. Weiter gehts in einen Wasserfallpark mit integriertem Zoo. Erstmals treffe ich in Costa Rica auf Artgerechte Haltung. Aehnlich wie in der Masoala Halle muss man die Tiere Hier suchen. Die Energie des Regenwaldes schwapt ueber. Morgen geht es weiter nach Tamarindo, hasta luego..

Dienstag, 21. September 2010

NEW YORK ROCKS!

Willkommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. New York ist super cool, super schwul, super modisch und zu meiner grossen Ueberaschung absolut laid back! Die Metropole erinnert eher an eine Italienische Stadt mit Englischem Look. Die Zeit hier war grossartig, einzig der Einstieg war ein wenig holperig: Muede vom Flug reihte ich mich in die nicht endende Schlange hinter dem "Visitors Immigration Schalter" ein. Endlich an der Reihe trifft mich der kritische Blick des Typen hinter dem Schalter, ein Blick auf mein Pass und jetzt kommt’s: Why have you done that to your hair? You’re a very pretty girl on this picture. How could you do that! Ok, geduldig erklärte ich ihm also, dass es mir gefällt und es dazu praktisch zum Reisen ist. Also starten wir ins Level 2 der Amerikanischen Gastfreundschaft… Nach einem verständnislosen Kopfschuettelne hebt er die linke Augenbraue und fragt mich, ob ich denn wirklich alles im Eintritts Formular erwaehnt hätte. Natürlich, gebe ich schliesslich ein bisschen genervt zurück. "I know you like to smoke this stuff, do you may have anything with you?" Nein, zum Teufel, ich erklaerte ihm, dass ich nicht mehr rauche und sowieso nicht so bloed waere Gras zu schmuggeln. Mit einer etwas ernüchterden, kaum erkennbaren Kopfbewegung in Richtung Ausgang hiess er mich schliessich zu gehen. Ich dachte nur: Welcome! Wilkommen im Land der Oberflaechlichkeit und Machtspielen.
Aber wie gesagt, von hier an ging es steil nach oben. Ein Engel liess mich mit dem Metro Ticket Zug fahren und begleitete mich bis zum Treffpunkt wo ich mit Duscha vereinbart war. Es ist als waere die Zeit stehen geblieben, sofort ueberkam mich das Gefühl, dass wir beide wohl "Guggelisuppae" gegessen hatten. Mann könnte nicht herzlicher aufgenommen werden. Duschas Freunde Ruslan und Lu sind grossartig! Wir waren ein tolles Team! Die Tage verstrichen im Fluge mit sightseeing, cooking, drinking, philosophizing, dancing, walks on the beach und freak shows von denen wir bald ein Teil waren. Raeally? Yes....
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Mittwoch, 21. Juli 2010

i'm preparing myself...

http://paulocoelhoblog.com/2010/07/20/tips-for-travelling-eng-port-esp-fra/